Einblicke in die Arbeit der Aufbaufortbildung: Rückblick auf den Themenblock „An Grenzen gehen“

Am Sonntag, den 8. Februar 2026, präsentierte die Aufbaufortbildung 2025-27 Theaterpädagog:in BuT im Großen Saal des TPZ einen Einblick in die Arbeit der vergangenen vier Werkstätten, die unter dem Themenblock „An Grenzen gehen“ zusammengefasst waren. An nur einem Wochenende entwickelten die Teilnehmenden in laborähnlicher Atmosphäre miteinander eine Werkschau, die einen Einblick in die erlernten Methoden und Mittel gab und sich dabei inhaltlich mit dem Thema „Grenzen“ auseinandersetzte.

Das Konzept der Themenblöcke mit jeweils abschließendem Labor und Präsentation ist neu in der Aufbaufortbildung. Ziel ist es, das Gelernte in selbständiger Anwendung zu vertiefen, sich mit Themen intensiv auseinanderzusetzen und als Gruppe und einzelne den momentanen Standort zu definieren.

Neben dem Vorstand des Hauses und Freunden der Spielenden waren auch Uschi Famers und Sabine Altenburger als Leitung der Werkstätten „Forumtheater“ und „Szenisches Schreiben“ anwesend. Volker Schubert hatte die Werkstatt „Lehrstücke“ geleitet. Anne-Sophie Brunold als Dozentin der Werkstatt „Performance“ konnte leider nicht anwesend sein. Auch durften wir Frank Soehnle, Dozent der noch stattfindenden Werkstatt „Figurentheater“, begrüßen.

Das Programm bot einen Einblick in die Bandbreite der Ausbildungsinhalte dieser Werkstätten. Nach einem interaktiven „Traust du dich?“-Performance-Kabinett folgte ein Italo-Schlager-Lehrstück. Zudem wurde ein Bildertheater über Übergriffe im Alltag sowie in „Dorfgeflüster“ in Dialogen die Perspektiven unterschiedlicher Mitglieder einer Dorfgemeinschaft auf einen Vorfall gezeigt. Ein besonderes Merkmal der Präsentation war die Einbeziehung des Publikums: Durch interaktive Momente wurden die Gäste dazu angeregt, eigene Grenzen in der Wahrnehmung zu reflektieren, etwa bei der Erfahrung von räumlicher Enge beim Durchqueren der Eingangstür. Beim Performance-Kabinett wurde dazu eingeladen, Knöpfe zu aktivieren, verbotene Flächen zu betreten, sich spiegeln zu lassen und eine Rotkäppchen-Maschine in Gang zu setzen.

Es wurde deutlich, wie die Gruppe mit sichtbarer Freude und großer Kompetenz die verschiedenen methodischen Ansätze der Werkstätten zusammenführt und im gemeinsamen Prozess in praktische Theaterarbeit übersetzt.

Abschied und Neuanfang

Am Dienstag, den 23. September 2025, haben wir unsere langjährige Geschäftsführerin Monika Hunze feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
Mit einem bunten Programm und wunderbaren Gästen konnten wir ihr für 16 Jahre engagierte Arbeit danken – und zugleich Antonia Lehn als neue Geschäftsführung des TheaterPädagogikZentrums willkommen heißen.

Seit 2009 hat Monika Hunze unseren Verein – damals noch unter dem Namen Landesarbeitsgemeinschaft Theaterpädagogik Baden-Württemberg e.V. – mit großem Einsatz geprägt. Ihr Wirken reicht vom Umzug in die ehemalige Strickwarenfabrik in der Heppstraße über den Aufbau unserer Festivalreihen Von den Gewaltigen Spielen bis zum Echt Jetzt! bis hin zur Professionalisierung unserer Weiterbildungen und dem Aufbau tragfähiger, bis heute bestehender Kooperationen. Sie hat das TheaterPädagogikZentrum maßgeblich weiterentwickelt und nachhaltig geprägt.

Wir danken Monika Hunze von Herzen für ihr unermüdliches Engagement und wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute!

Ebenso bedanken wir uns bei allen Gästen, die diesen besonderen Tag mit uns gefeiert haben. Besonderer Dank gilt Frau Anke Bächtiger (Kulturamt Reutlingen), Jürgen Mack und Christian Schulz (Landesverband für Schultheater e.V.), Galina Lerner und Anna Poliakova (dialog e.V.), Claudia Guggemos (Katholische Erwachsenenbildung Reutlingen) sowie Reiner Kurze und Kim Glaunsinger, für den Landesverband für Amateurtheater Baden-Württemberg und das Reutlinger Naturtheater..

Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung beginnt ein neues Kapitel – getragen von dem, was gewachsen ist, und offen für das, was kommt.

 

Offenes Kursangebot 2025

Szenisches Schreiben und Traumasensibles Arbeiten – unser Offenes Kursangebot im Winter 2025 in Reutlingen.

Hier der Flyer mit allen Informationen.

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SA 22.11., 11-17 Uhr & SO 23.11, 10-15 Uhr 

SEI DEINE EIGENE SCHREIB-KI ! – Szenisches Schreiben aus der Improvisation

Du spielst und improvisierst und fütterst so dein Ich mit Impulsen fürs anschließende Schreiben. In diesem Workshop ist die Ausgangsbasis für Bühnentexte das Kreative Schreiben mit seinen verschiedenen, auslösenden Momenten der Textproduktion. Die Schriftstücke, die hier entstehen, sind nicht am Schreibtisch mit rauchendem Kopf konzipiert, sondern brechen sich Bahn im Schreibfluss, sind Produkt des Augenblicks und der Freude an Worten und Sätzen, die wie von selbst auftauchen durch die spielerische Improvisation. Im Anschluss bearbeiten wir sie gemeinsam, suchen eine eigene Dramaturgie der Texte und bringen sie in einer Performance auf die Bühne. Anwendbar in allen Gruppen, die die kreative Seite des Schreibens kennen lernen und ein Ergebnis präsentieren möchten.

Leitung: Sabine Altenburger – Dramaturgin, Theaterpädagogin, Theaterautorin

Gebühr: 120,- € / 100,- €

Ort: TheaterPädagogikZentrum BW, Heppstraße 99, 72770 Reutlingen

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SA 29.11., 11-19 Uhr

TRAUMASENSIBLES ARBEITEN in der Theaterpädagogik

Wenn wir mit Gruppen in der Sozialen Arbeit theaterpädagogisch arbeiten wollen, dann haben wir es immer wieder mit Menschen zu tun, die traumatisiert sind. Woran erkennen wir das Trauma und wie können wir in der pädagogischen Arbeit damit umgehen? Wo sind die Grenzen? Und was heißt eigentlich traumasensibel? Diese eintägige Fortbildung vermittelt den Teilnehmenden Grundlagenwissen zur Traumapädagogik und der Psychodynamik von Traumatisierung, Symptomen und Auswirkungen. Die Fortbildung umfasst neben theoretischen Inputs viele praktische Übungen. Auch wird die Freude am Spiel und der Humor mit Sicherheit nicht zu kurz kommen.

Leitung: Ines Rosner – Traumapädagogin, Dipl.-Sozialarbeiterin, Klinik- und Schulclown, Theaterpädagogin

Gebühr: 100,- € / 80,- €

Ort: TheaterPädagogikZentrum BW, Heppstraße 99, 72770 Reutlingen

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Am Sonntag, den 30. November 25 wird es einen Fachtag geben: In Kooperation mit dem Landesverband Amateurtheater widmet sich das TPZ in diesem Jahr dem Thema THEATERPÄDAGOGIK IN DER SOZIALEN ARBEIT. Weitere Informationen gibt es hier!

WEGE INS THEATER – Premiere

(K)ein Raum für mich? – was heißt denn das aktuell für Jugendliche?

Mit dieser Frage haben sich 20 sehr unterschiedliche, lebenshungrige, theaterbegeisterte Jugendliche im theaterpädagogischen Spiel auseinandergesetzt.

Über die Förderung durch die ASSITEJ (Association internationale du théâtre pour l’enfance et la jeunesse) und den Projekttopf KULTUR MACHT STARK wurde dieses, für die Teilnehmer:innen kostenlose Theaterprojekt möglich gemacht.

Der eigene Raum, wie kann man den finden? Einen Platz in der Klasse, im Freundeskreis, zu Hause, mit sich selbst, in der Welt. Existenzielle Fragen für jeden Menschen, die aber Jugendliche besonders und aktueller beschäftigen.

Im Vordergrund des Projekts stand nicht die Aufführung, sondern das Erforschen von Raum, Zugehörigkeit und Abgrenzung. Die Spieler:innen haben sich dabei mit sich selbst, ihren eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer, mit Themen wie Zugehörigkeit, der Suche nach Verbindung, Einsamkeit, Freundschaft, Liebe und der Euphorie des Erwachsenwerdens beschäftigt.

Die Jugendlichen haben erforscht, gespielt, sich erfahren, Gruppenprozesse erlebt und gestaltet und sich entwickelt. Gleichzeitig mussten sie sich im letzten Jahr auch vielen persönlichen Schwierigkeiten stellen und so können an der Aufführung nun auch nur 12 der Teilnehmer:innen dabei sein. Auch das hat für die Gruppe, die Einzelnen und den Prozess immer wieder vor große Herausforderungen bedeutet. Kein einfaches, aber ein bewegtes und berührendes Jahr liegt hinter uns. Die Gruppe ist durch die Vorgänge und Entwicklungen zusammengewachsen und auch zusammen gewachsen.

Entstanden ist eine Präsentation, die der Frage nach dem eigenen Raum, der eigenen Identität nachgeht und die Sehnsucht aufgreift, eine Collage aus sehr persönlichen Texten, die mal szenisch, mal performativ, mal erzählend umgesetzt sind.

Der Abend wird eine Werkschau sein, auch das steht für diese Zeit – dennoch möchte die Gruppe zeigen, was sie zu sagen hat, wonach sie sucht, was sie beschäftigt – (K)ein Raum mich?!

Spieltermine Sudhaus Tübingen: Samstag, 15.02., 18.00 Uhr und Sonntag, 16.02., 11.00 Uhr

Vorstellung im Reutlinger TPZ: : Freitag, 21.02. 19.00 Uhr

Leitung: Janne Mareike Heyde, Tanja Egeler-Stephan

Faltblatt – Kein Raum für mich – dunklesrot

Das Projekt konnte Dank der Förderung aus dem Topf KULTUR MACHT STARK über die ASSITEJ stattfinden. Wir bedanken uns im Namen aller Beteiligten sehr dafür.

ECHT JETZT! 23: Slide show

Donnerstag und Freitag im Heimatmuseumsgarten Reutlingen

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ECHT JETZT! 23: Filme & Pressespiegel

Unter dem Motto “zusammen finden” veranstaltete das TPZ in Zusammenarbeit mit vielen Amateurgruppen, Künstler*innen, Akteur*innen und Schultheatergruppen ein viertägiges Festival vom 13. bis 16. Juli.

Über 40 verschiedenste Beträge waren insgesamt zu sehen!

Hier Links zu zwei Filmen:

15. Juli mit dem Programm auf der Tübinger Platanenallee (Nico Afentoulidis/Antonia Lehn)

https://unitc-my.sharepoint.com/:v:/g/personal/zxoky01_s-cloud_uni-tuebingen_de/EXq41FGU3kVEvXq_LJouz3AB0LvcvxWOP8BMvh3pdonudA?nav=eyJyZWZlcnJhbEluZm8iOnsicmVmZXJyYWxBcHAiOiJPbmVEcml2ZUZvckJ1c2luZXNzIiwicmVmZXJyYWxBcHBQbGF0Zm9ybSI6IldlYiIsInJlZmVycmFsTW9kZSI6InZpZXciLCJyZWZlcnJhbFZpZXciOiJNeUZpbGVzTGlua0RpcmVjdCJ9fQ&e=43rxJl

16. Juli mit "zusammengehen" in der Reutlinger Innenstadt (Volker Schubert)

https://youtu.be/3UDj0QB_SAU

 

 

Das sind die Beiträge der  Presse:

 

SchwTagblatt_17.07.23

GEA_17.07.23

SchwTagblatt_12.07.23

GEA_05.07.23

GEA_15.07.23

RTNachrichten_14.07.23

Hier eine Übersicht über die beteiligten Gruppen, Ensembles, Künstler:innen

Performancekollektiv Fierke/Hoffmann/Siemt, Johannes Deimling, Autorinnen-/Seniorinnengruppe LABW, Studenten:innen ev. Hochschule für soziale Arbeit Reutlingen, LiTh-Kurse Albert Einstein Gymnasium Reutlingen & Kepler-Gymnasium Tübingen, Theaterjugendclub der DAT Kunstschule Böblingen, Performancegruppe äöü Bochum, L.I.E.B. TPZ, Blickfänge Junges TPZ, Fire flys TSG Tübingen, Kindertheatergruppe Jugendhaus kult19 Eningen, Minis Junges TPZ, Jugendgruppe Junges TPZ, Theater-Teens Wannweil & LuT-Kurs K1 List-Gymnasium Reutlingen, Lustiger Dienstag BAFF Reutlingen, Berufliches Schulzentrum Hechingen: Schüler:innen der internationalen Klassen (VABO) & 11. Klasse Gymnasium, Jugendclub Theater Reutlingen Die Tonne, Ü30-Gruppen TPZ, Tania Rost & Lydia Gewehr, saaw – Sabine Altenburger/Anja Winker, Snežana Golubović, Kindertanzgruppe SSC Tübingen, Silvana Mammone, Teresa Isabella Mayer/Robert Mayer, Student:innen University of applied Science Frankfurt, Inklusive Theatergruppe Lebenshilfe Tübingen/LTT, Frauentanzgruppe Liberty Dance, TATÜ Tanztheater Tübingen, Monika Golla/Elisabeth A.M. Kaiser, internationale Studierendentheatergruppe der Universität Tübingen, Tüater Freizeit-Studierendentheatergruppe, Zirkus Primel, T.o.N. Bruderhaus Diakonie.

WEITERKOMMEN!

WEITERKOMMEN! Theater, Workshop, Austausch, Ausstellung

Die Förderung durch das Projekt WEITERKOMMEN! des Zentrums für Kulturelle Teilhabe ermöglicht es den TPZ, verschiedene neue Formate und Angeboten zu machen. Lesen Sie mehr darüber im Flyer.
Ausstellung: Bist Du frei? Are you free?

Eröffnung am SA 18. Februar, 18.30 Uhr (sonst Mo 10-16 Uhr/Di 10-18 Uhr/Mi 10-15 Uhr/Do 10-17 Uhr)

Große Frage – tiefgreifende Antworten! Diese wurden mit der Videokamera eingefangen und werden jetzt gezeigt in einer Ausstellung in den Räumen des TPZ BW. Und: Es gibt nicht nur diverse Antworten von den sehr unterschiedlichen Interviewpartner:innen, sondern auch Fotos der Gegenstände, die sie zum Gespräch mitgebracht haben. Welche das sind, verraten wir hier noch nicht! Aber anhand von Objekten lässt sich die philosophische und für uns alle wichtige Frage „Bist Du frei?“ natürlich viel besser beantworten. Die Ausstellung gibt einen Einblick in individuelle Vorstellungen von Freiheit und zeigt überraschende Strategien sich frei zu fühlen.

Idee und Realisierung: Sabine Altenburger und Anja Winker

Gefördert vom Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg

 

TEATRO INTERNATIONAL –
endlich – ein Spiel mit dem Tod in 8 Akten

Neuer Termin: SO 12. März 23, 19 Uhr
Hey, Tod, ich schau dir ins Gesicht …. und erkenne, dass ich endlich bin. Und jetzt? Wir alle sterben. Das verbindet uns weltweit über Kulturen und Grenzen hinweg. Doch der Tod ist der große Unbekannte. Wenn er gekommen ist, sind wir nicht mehr da. Und vorher?
Wie gehen wir mit Tod und Sterben um, mit Loslassen und Abschied? Und was sagt das über uns aus? Kann
die Bekanntschaft mit dem Tod uns ein gutes Leben ermöglichen? Mitten im Leben holt Teatro International den Tod als Mitspieler auf die Bühne, umkreist ihn in Mythen, Geschichten und Bildern – mal ernst, mal berührend, mal nüchtern-direkt, mal ironisch-heiter, mal mit einem versöhnlichen Augenzwinkern.

Es spielen mit: Expert*innen des Sterbens, die vom Tod und vom Leben erzählen sowie die Musiker*innen von Latin Drum Circle und die Saxophonistin Maren Eisele.

Anmeldung unter hunze@tpz-bw.de

 

 

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