ECHT JETZT! das Performance-Festival in Reutlingen und Tübingen

ECHT JETZT!_Flyer_Workshops

ECHT JETZT! – ist eine internationale Performance-Begegnung vom 05. bis 13. Juli 2019 – in Tübingen und Reutlingen

Es begegnen sich professionelle Künstler*innen und Amateur*innen, europäische und asiatische Kulturen, unterschiedliche Kunstformen, Generationen, Gruppierungen und zwei Städte. Bei ECHT JETZT! befragen die Darsteller*innen die Welt, in der wir leben. Es sind Fragen nach Selbstbehauptung und Selbstentfaltung, Authentizität, Orientierung, Anpassung und Abgrenzung, Visionen von Lebensentwürfen, Ängsten und Hoffnungen in Bezug auf persönliche und gesellschaftliche Veränderungen. Daraus entstehen performative Aktionen, die in Beziehung gesetzt und als Parcours im öffentlichen Raum präsentiert werden.

Hier können Sie das Projekt unterstützen:

https://www.betterplace.org/de/projects/63193-echt-jetzt-eine-internationale-performance-art-begegnung

Planung und Durchführung des Projekts

Seit über 20 Jahren arbeitet das TPZ mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und seit 2014 mit internationalen Projekten und Künstler*innen in Myanmar, Thailand, den Philippinen zusammen. Daraus entstanden Festivals und Produktionen.

Auf Anregung der Bürgermeisterin der Stadt Tübingen Frau Arbogast und dem Kulturamt der Stadt Reutlingen, entwickelten wir das Konzept ECHT JETZT! Dabei arbeiten professionelle Künstler*innen, aus Deutschland, dem europäischen Ausland und Asien, Kunstvermittler*innen und Laien gemeinsam an einer Performance Art Begegnung. Den Organisator*innen des Festivals ist wichtig, dass die Erfahrungen und Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Deshalb wurde bewusst der öffentliche Raum als Aufführungsort ausgewählt.
ECHT JETZT! ist die Einladung, sich mit der eigenen Lebenswirklichkeit auseinander zu setzen und diese in Bilder, Zeichen, ästhetische Formen zu übersetzen und zu präsentieren. Die Darsteller*innen befragen die Welt, in der sie leben. Sie nehmen eine Haltung ein und setzen sich in Beziehung zu anderen Kulturen und globalen Entwicklungen.
Sie stellen sich den Fragen der Zeit, die in den jeweiligen Lebenswelten unterschiedlich oder ähnlich beantwortet werden, weil wir beeinflusst werden von Lebensalter, Bildungs- und Migrationshintergrund, Kulturkreis, Behinderungen und Ermutigungen aller Art, sei es körperlich, gesellschaftlich oder politisch. Im gemeinsamen Arbeiten mit einem breiten Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten und im Dialog mit der Öffentlichkeit entsteht ein spannungsreiches Kaleidoskop, ein repräsentatives widersprüchliches Gesamtkunstwerk mit unterschiedlichsten Perspektiven auf die Welt in der wir leben.
Zu dieser Begegnung sind eingeladen: Schultheatergruppen, Universitätsgruppen, Behinderteneinrichtungen, Flüchtlings- und Inklusionsgruppen, nationale und internationale Künstler*innen mit eigenen Produktionen.

Die Performance – Art bildet eine Basis dafür, Menschen je nach ihren Möglichkeiten abzuholen. Je nachdem ob die Performance vom Theater, vom Tanz oder der Bildenden Kunst gedacht wird, können unterschiedliche Angebote und Anreize geschaffen werden. Das setzt kein bestimmtes Können voraus, mit Ausnahme der eigenen inneren Haltung zum Anliegen und zur Aussage. Der künstlerische Zugriff wird über Workshops weiterentwickelt.
Die beteiligten Künstler*nnen erarbeiten im selben Themenkontext Performances für Orte im öffentlichen Raum. Es können Solo- und Gruppenperformances entstehen. Aus den Ergebnissen der Workshops und den Performances der professionellen Künstler*innen wird ein Parcours entwickelt, der an insgesamt sieben Tagen vom 7.-13.7.19 im Öffentlichen Raum in Tübingen und Reutlingen gezeigt wird. Die Orte werden im Vorfeld von der künstlerischen Leitung des TPZ BW ausgesucht und mit den zuständigen Behörden festgelegt.

Anhand einer Roadmap mit Orten und Zeiten der einzelnen Performances, bewegen sich die Zuschauer allein oder in kleinen Gruppen auf eigene Faust zu den Stationen.

Zeitplan

ab März:
– Information und Beratung für die angesprochenen Einrichtungen und Künstler*innen
– Auswahl von Orten und Plätzen, Koordination mit Kommunen, Künstlern*innen, Gruppen
– Organisation der Performance Art Begegnung

– Anreise der nationalen und internationalen Künstler*innen am 3. Juli 2019
– Orientierung und zusätzliche Workshops an unterschiedlichen Orten mit den Künstler*innen, Vorbereitung der öffentlichen Präsentationen von Gruppen/Künstler*innen

Fr. 5. Juli         Gemeinsame Performance der internationalen Künstler*innen im Lindenmuseum Stuttgart

Tübingen:
So. 7. Juli        Eröffnung und Performance-Parcours 1 (17-20 Uhr)
Mo. 8. Juli       Performance-Parcours 2 (17-20 Uhr)
Di. 9. Juli         Performance-Parcours 3 (17-20 Uhr)

Brückentag: “Brückenschlag” zwischen Tübingen und Reutlingen
Mi. 10. Juli      Wanderung und lange Tafel genau zwischen den zwei Städten, das Essen ist eine Performance und wird von performativen Aktionen begleitet.

Reutlingen:
Do. 11. Juli     Eröffnung und Performanceparcours 1 (17-20 Uhr)
Fr. 12. Juli       Performance-Parcours 2 (17-20 Uhr)
Sa. 13. Juli      Performance-Parcours 3 (17-20 Uhr)

Beteiligte Institutionen und Schulen

Kulturämter der Städte Reutlingen und Tübingen

Keplergymnasium Reutlingen, Theater AG 6. Klassen

Wildermuth Gymnasium Tübingen, Theater AG + Kunstkurs

Geschwister Scholl Schule, Tübingen, Theater AG Unterstufe

Geschwister Scholl Schule, Tübingen, Kurs Literatur und Theater, Oberstufe

Gutenbergschule, Reutlingen, Theater AG

Alice Salomon Schule, Hechingen, Flüchtlingsklasse VABO und Gymnasium

Förster-Schule, Gemeinschaftsschule Reutlingen, Theater AG

Künstler*innen aus Deutschland/Europa

Anke Zapf-Vaknin, Tanz+Choreographie, Tübingen

Lisa Thomas und Instant PIG, Tanz, Choreographie, Stuttgart

Evamaria Schaller, Performance-Art, Österreich

Andreas Hoffmann, Performance-Art, Tübingen

Antoni Karwowski, Performance-Art, Polen

Anne-Katrin Klatt, Figuren- und Schauspiel, Tübingen

Michael Miensopust, Schauspiel und Regie, Tübingen

Claudia Bühlmann, Leiterin Institut für Angewandtes Theater, Wien

Angela Raith/Lukas Friedlmeier, Aktionskunst, Freiburg

Performance-Art und Tanz, Freiburg

Jenny Winter Stajanovic, Performance-Art und bildende Kunst, Reutlingen

Frank Fierke, bildende Kunst, Deutschland

Monika Golla, Klang-Kunst und Performance-Art, Starzach

 

Künstler*innen aus Asien

Boyet De Mesa (Leonardo R. Dela Cruz), Performance–Art, Philippinen

Adungsak Kochsomrong (Arjan Toi) , Performance-Art, Thailand

Aye Ko, Performance – Art, Yangon, Myanmar

Thyitar, Khin Myint Yee, Performance -Art, Myanmar

Chomphunut Puhttha, Performance-Art, Thailand

Warattaya Chaisin, Performance- Art, Thailand

Phoo PwintYangonMyanmar

 

Initiativen und Hochschulen

Integrative Theater Gruppe der Bruderhausdiakonie, Reutlingen

Ev. Hochschule Reutlingen

Universität Tübingen, Career-Service

TPZ BW „ZusammenSpiel“ Gruppe für Geflüchtete und nicht Geflüchtete, Reutlinge

TPZ Aufbaufortbildung

Erstes Jahr TPZ Grundlagenbildung

Theatergruppe Tacklack

Theatergruppe WanDelbar

Künstlerbund Tübingen

evtl. Kooperation Zimmertheater

 

Wissenschaftliche Begleitung

Prof. Dr. Johannes Meinhardt