THEATERPÄDAGOGIK CONNECTED

3. kostenfreier Fachtag am TPZ gemeinsam mit dem Landesverband für Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. am Sonntag, den 29. November 2026 zum Thema Theater als Erfahrungsraum für gelebte Demokratie

Theaterpädagogik kann Gestaltungs- und Erfahrungsräume öffnen, in denen künstlerische Praxis und demokratische Impulse ineinandergreifen.
Auf der Bühne und im Spiel begegnen sich Menschen auf Augenhöhe. Im geschützten Raum– sei es im Rollenspiel, in der Improvisation oder beim szenischen Gestalten – treten unterschiedliche Lebenswirklichkeiten in Dialog, werden festgefahrene Narrative hinterfragt und Perspektiven erweitert.

Der Fachtag vermittelt spezifische praxiserprobte Methoden, die gesellschaftliche Teilhabe direkt erfahrbar machen und bietet Raum, die eigene Haltung und Rolle als Multiplikator:innen gemeinsam zu reflektieren.

Die Workshops richten sich an Theaterpädagog:innen, Pädagog:innen, Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Multiplikator:innen sowie alle Kultur- und Kunstschaffenden, die durch kreative Prozesse die Dialogfähigkeit, die Zuversicht und die Lust am gesellschaftlichen Mitgestalten nachhaltig stärken möchten.

kostengünstiges Auftaktprogramm am Samstag 28. November 2026: Theater Direkt als künstlerische Form gelebter Demokratie – Workshop und öffentliche Aufführung 

In einem ganztägigen Praxis-Workshop führt Lorenz Hippe in die Methode des Theater Direkt ein. Der Workshop mündet in einer gemeinsamen öffentlichen Abendvorstellung.

Theater Direkt („Instant Theatre“) ist Improvisationstheater und theaterpädagogische Methode zugleich: Aus spontanen Zurufen des Publikums entwickelt die Spielleitung im Dialog eine völlig neue Geschichte, die sofort auf die Bühne gebracht wird. Das Besondere daran ist der demokratische Charakter – das Stück entsteht ohne vorgegebenes Skript direkt aus der Mitte der Anwesenden, wobei jede Mitwirkung absolut freiwillig ist.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden praktisch, wie eine Spielleitung aus dem Nichts Geschichten entstehen lässt. Im Mittelpunkt stehen die offene Fragetechnik und das Prinzip „Alle Antworten sind wahr“. Gemeinsam werden Geschichtsanfänge erfunden, Abläufe erprobt und die verschiedenen Anleitungsphasen selbst ausgetestet.

Am Abend folgt eine öffentliche Aufführung im TPZ, bei dem die Workshop-Gruppe den Aufführungsprozess aktiv als Spielensemble mitgestaltet und Erlerntes direkt auf der Bühne umsetzt.

Workshopzeiten: 11.00 Uhr – 18.00 Uhr inkl. Pausen

Aufführungszeit: 19.00 Uhr

Teilnahmebeitrag für den Workshop: 50€/40€ ermäßigt.

Die öffentliche Aufführung am Abend ist auf Spendenbasis. Anmeldeformular

Referent: Lorenz Hippe, geb. 1965, absolvierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeitete als Theaterpädagoge, Dramaturg und Regisseur. Seit 2006 schreibt er Stücke für das professionelle Theater, die er aus Interviews entwickelt. Als Dozent für Theaterpädagogik und szenisches Schreiben ist Lorenz Hippe bundesweit an verschiedenen Hochschulen und in der Weiterbildung tätig. 2011 erschienen im Deutschen Theaterverlag „Und was kommt jetzt? Szenisches Schreiben in der theaterpädagogischen Praxis“ und (mit Eva Hippe) „Theater Direkt – das Theater der Zuschauer“.

kostenfreier Fachtag am Sonntag 29. November 2026: Theater als Erfahrungsraum für gelebte Demokratie 

Der Sonntag bietet Raum für moderierten Austausch, Vernetzung und drei parallele Praxis-Workshops, die konkrete Werkzeuge für die theaterpädagogische Arbeit an die Hand geben. Ab 9.30 Uhr kann am TPZ mit Kaffee und Tee angekommen werden, um 10.00 Uhr beginnt das Programm und endet bis 16.00 Uhr. Anmeldeformular

Workshop 1: Die »Gedenk_mal Box«: Theaterpädagogische Erinnerungsarbeit praktisch erforschen mit Lorenz Hippe

Der Workshop vermittelt anhand des Projekts Gedenk_mal Box des Staatstheaters Augsburg praxisnahe Werkzeuge für die theaterpädagogische Erinnerungsarbeit. Anhand von Fotos, Dokumentationen und gedruckten Ansichtsexemplaren zeigt Lorenz Hippe zunächst, wie aus sechs offenen Workshops der finale Baukasten entstanden ist. Anschließend geht es direkt in die Praxis: Die Teilnehmenden erproben ausgewählte Übungen und Regieansätze spielerisch. So wird erlebbar, wie der frei zugängliche Open-Source-Baukasten als flexibles Methodenset für eigene generationsübergreifende Theaterprojekte, Schulklassen oder Gruppen in der freien Szene genutzt werden kann.

Referent:      Lorenz Hippe absolvierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeitete als Theaterpädagoge, Dramaturg und Regisseur. Seit 2006 schreibt er Stücke für das professionelle Theater, die er aus Interviews entwickelt. Als Dozent für Theaterpädagogik und szenisches Schreiben ist Lorenz Hippe bundesweit an verschiedenen Hochschulen und in der Weiterbildung tätig.

Workshop 2: Performing Politics: Körper, Performance und politische Teilhabe mit Katja Büchtemann

Im Workshop wird erforscht, wie körperbasierte und performative Prozesse junge Menschen in ihrer gesellschaftlichen Wirksamkeit stärken können. Ausgehend von den eigenen Anliegen der Teilnehmenden werden gesellschaftliche Fragestellungen mit Körper, Bewegung, Stimme und Raum erforscht. Der Ansatz verbindet choreografische Praxis und Methoden der Aktionskunst. Ergänzt durch eine interdisziplinär entwickelte Toolbox verknüpft der Workshop künstlerische Strategien mit konkreten Wegen politischer Teilhabe und mündet in der Entwicklung eigener Aktionsprototypen.

Referentin: Katja Büchtemann ist Choreografin und Gründerin des Netzwerks CollectiveSkin. Unter der Leitfrage »What Can Dance Do?« verbindet sie tanzbasierte Kunst, Forschung und Vermittlung. In ihren Projekten erforscht sie mit unterschiedlichen Gruppen, wie Choreografie gesellschaftliche Themen sichtbar macht und politische Handlungsfähigkeit stärkt.

 

Workshop 3: Nicht mein Narrativ: Krisenfestes Empowerment durch strategische künstlerische Praxis mit Juliane Barz

Welche Geschichten prägen den Alltag junger Menschen – und unseren eigenen?
Wozu sind sie da, was hält sie am Leben – und wo dürfen wir sie unterbrechen?

Mit künstlerisch-strategischen Methoden erproben wir, wie Kunst zum Werkzeug werden kann: um zu irritieren, Perspektiven zu verschieben, Unsichtbares sichtbar zu machen und neue Möglichkeitsräume zu eröffnen. Ein Raum, um mit Kunst Gesellschaft zu bewegen.

Dabei nehmen wir auch unsere eigene Rolle als Multiplikator:innen in den Blick: Wie kann das gelingen – im Spannungsfeld zwischen Grenzen setzen und offen bleiben, zwischen Halt geben und nicht vorgeben, zwischen Haltung zeigen und stimmig im eigenen Handeln bleiben? Erprobt werden künstlerische Zugänge, die stärken, Halt geben – und Lust machen, neue Geschichten von Gegenwart und Zukunft zu erzählen.

Referentin: Juliane Barz ist Erziehungswissenschaftlerin (B.A.), Theaterpädagogin (BuT) und Systemische Coachin und Organisationsberaterin (SG i.A.). Mit ihrer Strategischen künstlerischen Praxis für Zukunft, Gesellschaft und Organisationen entwickelt sie künstlerische Formate, die gesellschaftliche Fragestellungen mit Zukunftsforschung, Beteiligung und strategischer Prozessgestaltung verbinden

Theaterpädagogik in der VHS Friedrichshafen

Zum Jahresbeginn startet eine neue Kooperation des TheaterPädagogikZentrums BW mit der Volkshochschule Friedrichshafen!

Das 2. Modul der berufsbegleitenden Weiterbildung zieht von Konstanz nach Friedrichshafen um.
Damit beginnt ein neues Kapitel für unser landesweites Institut, das inzwischen an die 40 Jahre die vom Bundesverband Theaterpädagogik zertifizierte Weiterbildung anbietet. Sie ist nun für alle Interessierten aus dem nord-westlichen Bodenseeraum, Oberschwaben und dem Allgäu besser zu erreichen.

Inhaltlich passt die berufsbegleitende Weiterbildung sehr gut zum Spektrum der Angebote der VHS. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu qualifizieren, Gruppen nicht nur ins (Theater-) Spiel zu bringen, sondern Theaterpädagogik als kraftvolles Instrument in ihrem Berufsfeld bewusst einzusetzen – sei es in der Sozialen Arbeit, im Schulunterricht, in der kulturellen Bildung oder der Personalführung. Die Grundlagenbildung Theaterpädagogik steht allen offen und umfasst 3 Module (ca. 3 Jahre). Immer an einem Wochenende im Monat wird praktisch unterrichtet und gelernt.

Berufsbegleitende Weiterbildung am TheaterPädagogikZentrum Baden-Württemberg e.V.
Aus der letzten Aufführung der Grundlagenbildung in Konstanz: „Die Nashörner“, von Ionesco in der Werkstatt, Theater Konstanz; Fotograf Tim Vietor

Das 2. Modul mit 8 Teilnehmenden, das 2026 nun nach Friedrichshafen umzieht, beinhaltet ein großes Theater-Projekt, das auch in der Stadt aufgeführt werden soll. Der Ort für die Premiere steht noch nicht fest und wird noch gesucht.

Nach zuletzt erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Konstanzer Neuwerk freut sich die Kursleiterin und Theaterschaffende Sabine Altenburger sehr, dass sie die vhs Friedrichshafen unter Leitung von Babette Reitz als neue Partnerin gewinnen konnte. Im Fachbereich Kultur der vhs Friedrichshafen haben theaterpädagogische Angebote schon seit vielen Jahren ihren Platz. Eine fruchtbare Kooperation, die das TPZ BW schon an anderen Standorten in Baden-Württemberg erfolgreich erprobt hat. Für neue Wege, Inhalte und Kooperationen offen zu sein, ist in der Bildungsarbeit Grundlage für Qualität und Weiterkommen. Darin sind sich beide Bildungseinrichtungen einig.

Anmeldung und Informationen zum zweiten Modul.

Weiterbildung Theaterpädagogik: berufsbegleitende Grundlagenausbildung ab Februar 2026 in Reutlingen

Neu: Modul 1 DIE BASICS – Grundlagenausbildung in Reutlingen ab Februar 2026 

Im Februar 2026 beginnt die neue berufsbegleitende Grundlagenausbildung mit Modul 1 in Reutlingen.

Kostenfreie Infotermine für alle Fragen und  zum Kennenlernen der Kursleitung Volker Schubert und Nicole Haßmann finden am Dienstag, den 02.12.2025 und 27.01.2026 jeweils von 19.00-21.00 Uhr im TPZ in Reutlingen statt.

Infoflyer_RT1M2026

Anmeldung_RT1M2026

Anmeldungen und Fragen bitte an 07121-21116 oder info@tpz-bw.de

 

Weiterbildung Theaterpädagogik: berufsbegleitende Grundlagenausbildung ab Februar 2026 in Reutlingen
Szene aus dem Stück „Momo“ des 2. Moduls Reutlingen 2025

Berufsbegleitende Weiterbildung am TheaterPädagogikZentrum Baden-Württemberg e.V.

Wir sind ein vom Bundesverband Theaterpädagogik® zertifiziertes Fortbildungsinstitut und bieten seit 40 Jahren an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg die Weiterbildung Grundlagen Theaterpädagogik berufsbegleitend an.

Unsere Grundlagenbildung ist an den jeweils aktuellen Rahmenrichtlinien des Bundesverband Theaterpädagogik orientiert. Sie richtet sich insbesondere an pädagogisch oder künstlerisch tätige Personen, die theaterpädagogisches Wissen erwerben oder vorhandene Kenntnisse erweitern möchten und steht allen Interessierten offen, die neugierig sind und sich neue Anregungen und Begegnungen in einer Gruppe suchen.

Grundlagenbildung Theaterpädagogik 

Unsere berufsbegleitende Grundlagenbildung umfasst drei Jahre und ist in drei Module aufgeteilt. Diese können an den Standorten Freiburg, Friedrichshafen, Reutlingen und Stuttgart absolviert werden.

Darauf aufbauend kann auf Wunsch die Aufbau-Weiterbildung angeschlossen werden. Grundlagenbildung und Aufbauweiterbildung zusammen entsprechen der Vollzeitweiterbildung in Theaterpädagogik und schließen mit dem qualifizierten Abschluss „Theaterpädagog:in BuT®“ ab.

Modul 1 – Die Basics

Das erste Modul besteht aus den Basiselementen des Theaterspielens wie Tanz und Bewegung, Atem und Stimme sowie Rollen- und Figurenarbeit. Es werden verschiedene spielerische Verfahren erprobt wie das Improvisationstheater, Jeux Dramatiques, Schatten- und Objekttheater, Clownstheater und Maskenspiel.

In unterschiedlichen Werkstätten erlernen Teilnehmende die jeweiligen Bausteine der Theaterarbeit und gestalten zum Ende hin eine dramaturgische Abschlusscollage aus eigenen Inhalten.

Informationen Modul 1 in Reutlingen ab März 2027

Informationen Modul 1 in Freiburg 2026

Modul 2 – Die gemeinsame Inszenierung

Im zweiten Modul wird von der Spielvorlage bis zur öffentlichen Aufführung gemeinsam der gesamte Prozess einer Theaterproduktion durchlaufen: Die Auseinandersetzung mit Dramaturgie und Spielform, Figurenentwicklung und Kostüm, Bühnenbild und Lichtkonzept, Tanz und Musik.

Hierfür lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Methoden kennen, die durch chorische, tänzerische oder musikalische Elemente ergänzt werden. Zudem wird das Feld der Theaterpädagogik, deren Theorien und zentralen Anwendungsgebiete theoretisch und praktisch vermittelt.

Informationen Modul 2 Freiburg 2026

Modul 3 – die eigene Handschrift entdecken

Im dritten Modul werden verschiedene Regie-Herangehensweisen erprobt und eigene Regievorstellungen erweitert.
Auf Grundlage ausgewählter Szenenausschnitte erarbeiten die Teilnehmenden eigene Inszenierungen, die eigenverantwortet öffentlich aufgeführt werden. Begleitet wird der Prozess der eigenen Regieführung durch Feedback der Kursleitung zur szenischen, gestalterischen und zielgerichteten Gestaltung des Probe- und Inszenierungsprozess.

Informationen Modul 3 in Stuttgart 2026

Noch Fragen? Wir helfen gerne: 07121-21116,  info@tpz-bw.de

Unser Angebot wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.